Meine

Kopfschmerz-geschichte

Wie alles begann...

Nun wird es persönlich und für mich auch ein wenig emotional.
Schauen wir zurück: Vor acht Jahren erhielt ich die Diagnose Clusterkopfschmerz. Im ersten Jahr gilt man als Episodikerin. Damals in der Klinik sagte man mir, dass ich nicht in das Bild der Betroffenen passe und die Episode bestimmt schnell vor bei sei. 

Es ging also los. Ich wurde stationär aufgenommen und verblieb für 14 Tage in der Klinik. Während dieser Zeit und auch danach, probierte ich eine ganze Palette an Therapien aus. Der Umfang sag ungefähr wie folgt aus:

  • Verapamil
  • Lithium
  • Topiramat
  • Cortison
  • GON-Blockaden
  • Triptane
  • Sauerstoff
  • Physiotherapie
  • usw.


Ich war 22 Jahre alt und mein Leben war weit entfernt von Partys, Männern und eigenen Kindern.


Nach 365 Tagen ohne einen einzigen schmerzfreien Tag galt ich dann als Chronikerin. Chronisch Krank mit 23 Jahren. Nach einem Jahr hatte ich alle Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft, war nicht arbeitsfähig und hatte keine Perspektive. Als mir die Ärzte empfahlen einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen, brach für mich innerlich die Welt zusammen. Schnell war die Entscheidung getroffen, dass ich das psychisch nicht alleine durchstehen kann. Nach langer Wartezeit erhielt ich professionelle Hilfe in Form eines Psychologen.

Der Arzt sagte: "Sie sind austherapiert"

Nachdem ich dann als "austherapiert" galt, bekam ich 2015 einen SPG-Neurostimulator implantiert. Der liegt im Bereich des rechten Kieferknochens. Du kannst Dir sicherlich vorstellen, dass ich viel Hoffnung in dieses Verfahren einer amerikanischen Firma gesetzt habe. Leider blieb auch diese Therapie ohne große nennenswerten Erfolge und endete damit, dass keiner mehr in der Lage ist, den Stimulator einzustellen. Aktuell ist der Neurostimulator aus und verweilt stumm in meinem Kopf. Es folgten also wieder unzählige Gramm Cortison...

Und dann gab es doch noch Hoffnung

Die Ärzte sagten irgendwann voller Verzweiflung, dass es noch eine mögliche Option gäbe. Eine DHE (Dihydroergotamin)!  Hierbei habe ich drei Tage rund um die Uhr die Ergotamine intravenös erhalten. Nebenwirkungen waren  unter anderem starke Übelkeit und Haarverlust. Aber auch das habe ich in Kauf genommen. 

Und ja, es hat geholfen. Ich war eine Woche schmerzfrei. Ein unbeschreibliches Gefühl.


Danach ging es für mich nochmal in eine Klinik zur Schmerztherapie und dann direkt weiter zur Reha (welche nicht auf Kopfschmerzen spezialisiert war).

Nach einer schmerzfreien Woche, schlug der Dämon im Kopf wieder zu. Aber anders! Weniger und schwächer. Trotzdem richtete sich mein ganzes Leben nach der Erkrankung. Kein Alkohol, kein Flackerlicht, nicht zu viel Histamin. Aber das nahm ich in Kauf...

Mit der Zeit wurde mein Therapieplan noch um Botoxinjektionen einmal im Quartal ergänzt. Zudem noch die "Standardtherapie" mit Verapamil, Lithium, Triptane und Sauerstoff. Dann habe ich mich im Jahr 2021 entschieden noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich wollte noch nicht aufgeben. Durchschnittlich 4 Attacken waren mir einfach zu viel!

Hatte ich mein Leben trotz Schmerzen zurück?

Ja, ich konnte zu diesem Zeitpunkt wieder Vollzeit arbeiten. Meine Lebensqualität hatte sich auch um einiges verbessert. Aber vielleicht geht ja noch mehr. Also habe ich mich entschieden, eine Ernährungsumstellung zu machen.

Die Ernährungsumstellung

Zu Beginn meiner Ernährungsumstellung habe ich auf Zucker und Süßungsmittel wie Agavendicksaft, Datteln und co, verzichtet. Ursprünglich war dies nur eine Challenge zwischen meiner Schwester und mir. Dann kam relativ schnell der Zeitpunkt, dass ich von der ketogenen Ernährung las.

Nach fast 7 Jahren durchgängigen Schmerzen hätte ich alles getan, um die Schmerzen loszuwerden. Also habe ich mich intensiv belesen und es dann einfach ausprobiert.  Zugegeben zu Beginn war es natürlich ein wenig holprig.

Recht schnell spürte ich, wie sich meine Energie, mein Körpergefühl und meine Stimmung positiv veränderten. 


Ich war fasziniert, sodass es ab diesem Zeitpunkt kein zurück mehr gab. Nach kurzer Überlegung fühlte ich mich sogar so stark, dass ich mich neben meinem Vollzeitjob zu einem Fernstudium entschied.

Ich war fasziniert und suchte nach weiteren Möglichkeiten die Ketose voll ausschöpfen zu können

Nach einem dreiviertel Jahr lernte ich über Instagram die wunderbare Carina kennen (@carina_wird_fit). Sie erklärte mir, dass sie exogene Ketone trinke und es bereits bei Migränepatienten vielversprechende Studien dazu gäbe. Nach kurzem zögern habe ich meine erste Bestellung getätigt und war nach zwei Wochen hin und weg. Die Messung meiner Ketonkörper im Blut hat meinen Eindruck bestätigt.

Nie hätte ich gedacht, dass ich mein Leben nochmal leben darf. 


Trotz täglicher Schmerzen, hatte ich Energie, einen tiefen Schlaf außerhalb der Attacken und meine Konzentration wurde besser. Sogar die jahrelangen Verstopfungen als Nebenwirkung der Medikamente besserten sich mit der Zeit.


Trotz der weiterhin durchschnittlich 4 Attacken mit der durchschnittlichen Schmerzstärke von 7 konnte ich weiterhin in meinem Vollzeitjob und meinem Studium (Gesundheitsmanagement) Höchstleistungen erbringen. Meine Konzentration ist trotz des Schlafmangels unfassbar gut. Meine Stimmung ist viel stabiler (ich kann wieder lachen) und ich habe so viel Energie wie die letzten 8 Jahre zusammen nicht.

Das allerbeste ist jedoch, dass sich meine Schmerzen verändert haben (wie genau kann ich gar nicht erklären, ich glaube jeder nimmt das auch anders war). Fakt ist, dass Dank der exogenen Ketone der Dämon in meinem Kopf nicht mehr jede Minute meines Lebens bestimmt

Der Rückfall

Leider kam es Anfang 2022 zu einer plötzlichen sehr starken Verschlimmerung, obwohl sich nichts in meinem Leben verändert hatte. Aber warum, wenn ich die Ketone doch weiter getrunken habe? Da ich keine Diskussion lostreten möchte, werde ich hierzu nur folgendes sagen: "Die Verschlechterung fand in einem zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung stand." Die Schmerzen sind förmlich explodiert. Nach Erhöhung der Medikamente, diverser GON-Blockaden im Hinterkopf und ums Auge, habe ich erneut Cortison und Ergotamine erhalten. Da sich hierunter auch keine Verbesserung einstellte, erhielt ich zum ersten Mal Ketamininfusionen.

Dank der Kliniken, Ärzte und Medikamente bin ich aktuell wieder bei meinen 4 Attacken am Tag. Ich trinke seit dem letzten Klinikaufenthalten wieder meine Ketone und mein Umfeld und ich merken, wie die Energie von Tag zu Tag zurückkommt. Die Kombination aus exogenen Ketonen und der ketogenen Ernährung hilft mir unheimlich dabei, trotz der Schmerzen und der Nebenwirkungen der Erkrankung/Medikamente fokussiert und energiereich durch den Tag zu gehen.

Gerne unterstütze ich auch Dich auf Deinem Weg zum ketogenen Lifestyle. Schreibe mir gerne eine Nachricht, sodass wir gemeinsam das für Dich perfekte Angebot finden können.

Ich freue mich auf unsere gemeinsame Zusammenarbeit.

Liebe Grüße und bis bald!
Lara

Ich möchte an dieser Stelle nochmal ausdrücklich betonen, dass jeder Körper anders ist. Eine ketogene Ernährung oder die Aufnahme von exogenen Ketonen ersetzt keine ärztliche Behandlung!